Zeche Graf Moltke-3/4 in Gladbeck-Brauck

Im Jahre 1970 förderte die Zeche Graf Moltke 1,25 Millionen Tonnen Kohle. Bereits im Rahmenvertrag für die Ruhrkohle AG war die sozialverträgliche Zusammenfassung und Reduzierung der Gesamtförderung beschlossen. Im Rahmen des Gesamtanpassungsplans des Ruhrkohlenbergbaus wurde die Stilllegung der Zeche Graf Moltke für das Jahr 1971 anvisiert. Am 30. September 1971 wurde die letzte Förderschicht verfahren. Das Grubenfeld wurde den benachbarten Zechen zum Restaufschluss zugewiesen. Die Belegschaftsmitglieder wurden auf benachbarte RAG-Schachtanlagen verteilt. Die Schächte wurden verfüllt und die Tagesanlagen in den Folgejahren abgebrochen. Spektakulär war die parallele Sprengung der Fördergerüste der Schächte 3 und 4 im Jahre 1972: Die alte Zechenmauer ist größtenteils erhalten geblieben. Von den ursprünglichen bergbautechnischen Gebäuden ist nur noch wenig erhalten. Auf dem Gelände der Schachtanlage 3/4, in direkter Nachbarschaft der Abfahrt Essen/Gladbeck der Bundesautobahn A 2, wurde der Gewerbepark Brauck errichtet. Ein altes Kauengebäude sowie die Bergehalde sind erhalten geblieben. Die Bergehalde entstand durch die Schüttungen der Zeche Graf Moltke-3/4, die hier bis 1971 förderte. Die Halde ist heute vollständig begrünt und mit Gehwegen für eine Freizeitnutzung hergerichtet. Meine Fotos sind im September 2010 entstanden.

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