Zeche André Dumont in Waterschei, Belgien

Waterschei ist ein altes Landwirtschaftsgebiet von Genk. Am 01. August 1906 wurde die Konzession für eine Fläche von 2.950 ha verliehen, die 1912 auf 3.080 ha erweitert wurde. Am 18. Juni 1907 wurde die Ausführungsgesellschaft „Société anonyme Charbonnages André Dumont-sous-Asch“ gegründet. Die Förderung beginnt im Jahre 1924. Die Fördersohlen befanden sich auf 560,–m, 647,–m, 700,–m, 807,–m, 920,–m, 980,–m und 1.040,–m Teufe. Die maximale Beschäftigungszahl wurde im Jahre 1949 mit 6.834 Bergleuten erreicht. Die höchste Förderleistung wurde im Jahre 1968 mit 1.490.700,– Tonnen Kohle erzielt. Das Bergwerk wurde am 10. September 1987 stillgelegt. Unmittelbar hinter dem Hauptgebäude wird deutlich, wie wenig von der alten Schachtanlage übrig geblieben ist. Von den zwei baugleichen Schachtgerüsten (54,–m hoch) ist nur das Schachtgerüst-2 (1922 – 1923) mit einer Schachthalle (1925) und einem Mannschaftsgang zur Waschkaue noch erhalten geblieben. Glücklicherweise ist auch das dazugehörige Fördermaschinengebäude (1927 – 1928) inklusive der zwei elektrischen Fördermaschinen erhalten geblieben. Im Innenhof der Mannschaftsbrücke sind noch die zwei ersten Lüftergebäude erhalten, die unter Denkmalschutz gestellt wurden. Als die Schachtanlage André Dumont in Waterschei im September 1987 ihre Förderung einstellte, hatte die Fördermaschine von Schacht-1 nur eine einjährige Betriebszeit vorzuweisen. Sie wurde 1988 / 1989 demontiert, und erhielt auf dem Bergwerk Friedrich Heinrich / Schacht-3 (Norddeutschland) in Kamp-Lintfort eine neue Verwendung. Dort war sie dann bis zur Stilllegung im Februar 2007 im Einsatz.

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