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Das Wasserkraftwerk-Heimbach liegt in Heimbach in der Nordeifel. Es wurde nach einer Bauzeit von knapp zwei Jahren am 08. August 1905 in Betrieb genommen. Es gilt als Deutschlands schönstes Jugendstil-Kraftwerk. Bei der Inbetriebnahme war Heimbach mit 12 Megawatt Leistung immerhin das größte Wasserkraftwerk Europas. Das Wasserkraftwerk bezieht sein Wasser aus der Urfttalsperre über den Kermeterstollen, der 110,-- Meter oberhalb des Kraftwerkes in zwei Druckrohre übergeht. Das Elektrizitätswerk ist bis heute in Betrieb. Die ursprüngliche Ausrüstung mit acht Francis-Turbinen, die jeweils einen eigenen Generator zu 1.500 Kilowatt Leistung antrieben, war fast 70 Jahre lang in Betrieb. Die alten Turbinen wurden im Jahre 1975 außer Betrieb genommen und durch zwei neue Maschinen mit höherem Wirkungsgrad ersetzt. Seitdem hat die Anlage eine installierte Leistung von 16.000 Kilowatt zur Abdeckung von Spitzenlast. Von den alten Maschinen sind noch einige an Ort und Stelle verblieben, da die neuen Stromerzeuger deutlich weniger Platz beanspruchen. Wegen seiner bautechnischen Besonderheit und Einmaligkeit steht das Kraftwerk-Heimbach heute unter Denkmalschutz. Liebevoll gepflegt geben die historischen Anlagenteile noch heute einen lebendigen Eindruck von den Anfängen der elektrischen Stromerzeugung. Ganz außergewöhnlich ist die Ausführung der Leitwarte zur Steuerung der Generatoren, sie befindet sich auf einer Empore über den historischen Maschinen. Gemeinsam mit Hans-Peter Gralingen hatte ich in den Jahren 1988, 1989 und 2009 die Möglichkeit, dieses wunderschöne Industriedenkmal mit meiner Kamera zu besuchen.